Impfmonitor

So wird in Deutschland gegen Corona geimpft

Der Impfmonitor zeigt, wie ganz Deutschland und die Bundesländer beim Impfen vorankommen, wie gut Risikogruppen bereits versorgt sind – und wie es im internationalen Vergleich aussieht.

 Menschen sind geimpft.

 der Menschen in Deutschland.

 wurden gestern geimpft.

Stand: 02.03.2021

Sie heißen Comirnaty, mRNA-1273 oder AZD1222 und sind die Hoffnung auf ein normales Leben mit unbeschwerten Café-Besuchen und vollen Veranstaltungen: die Impfstoffe gegen das Coronavirus. Seit dem 27. Dezember wird hierzulande geimpft. Es ist die größte Impfaktion, die es je in Deutschland gab. Das Ziel: zunächst der individuelle Schutz vor einer schweren Covid19-Erkrankung und schließlich die Ausbreitung des Virus weitgehend zu stoppen.

Wie viele Menschen durchgeimpft sein müssten, um die sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, ist bei SARS-CoV-2 noch nicht abschließend erforscht. Schätzungen reichen von 60 bis 85 Prozent der Bevölkerung. Dann ginge die Pandemie vorbei.

Ganz Deutschland
Alle in Ganz Deutschland
noch 1 Tage
0%
25%
50%
60%
70%
100%
NaN% Voller Impfschutz (1)
NaN% Erste Impfung (1)
83,2 MioMenschen
Pflegebedürftige in Heimen
NaN% Voller Impfschutz (1)
NaN% Erste Impfung (1)
ca. 922 TsdMenschen
Ab 70-Jährige
NaN% Voller Impfschutz (1)
NaN% Erste Impfung (1)
13,2 MioMenschen

Noch 1 Tage bis zum Impfziel*

In den vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt 10.000 Impfdosen verabreicht. Wenn in diesem Tempo weitergeimpft wird, wären am 02.03.2021 rund 70 Prozent aller Einwohner*innen geimpft.

Von den ungefähr 922 Tsd. Bewohner*innen in den Alten- und Pflegeheimen haben mittlerweile einen vollen Impfschutz.

Das Impftempo dürfte sich mit einer größeren Verfügbarkeit der Impfstoffe deutlich erhöhen, zumal weitere Zulassungen erwartet werden. Zunächst wird bei jeder Erstimpfung noch eine zweite Dosis zurückgehalten. Für einen vollständigen Schutz einzelner sind mit den bislang zugelassenen Produkten zwei Injektionen im Abstand von etwa drei Wochen nötig.

Wie Ältere bereits vor Corona geschützt sind

Anteil geimpfter Menschen in Pflegeheimen sowie der von 70-Jährigen und älter im Bundesländervergleich, Daten: RKI/Destatis, Stand: 02.03.2021

Alle

Pflegebedürftige in Heimen

Ab 70-Jährige

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  • Voller Impfschutz
  • Erste Impfung
  • Andere Geimpfte
* Mindestangaben: Das Land meldet aktuell nicht für jede Impfung alle Indikationen.

Dass es nicht gleich genügend Impfstoffe für alle geben wird, war von Anfang an klar. Deshalb hat die Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen, Ältere beim Impfschutz vorzuziehen - insbesondere Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen. Sie sind am schwersten von der Pandemie betroffen. Mehr als jeder zweite Corona-Tote kam bislang aus solchen Einrichtungen. Bei den Pflegeheimbewohner*innen konnten bis Ende Januar bereits hohe Impfquoten erreicht werden, allen voran in Berlin und Bremen.

Impfkalender

Vom RKI gemeldete Impfungen pro Tag und Kalenderwoche seit Jahresbeginn in ganz Deutschland, Stand: 02.03.2021
MoDiMiDoFrSaSo
Januar
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Kalenderwochen
Februar
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März
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April
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Mai
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Juni
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Juli
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Das große Impfen ist in Deutschland schleppend angelaufen. Zwar hatten bis Mitte Januar eine Millionen Einwohner*innen den ersten Pieks bekommen. Aber Engpässe bremsen die Aktion. Deutschland hat zwar über die EU und eigene Optionen insgesamt mehr als 300 Millionen Dosen vorbestellt. Doch die Lieferpläne wackeln. Insbesondere zwischen dem Pharmariesen Astrazeneca und der EU ist ein offener Streit über die Lieferversprechen entbrannt.

Doch auch die Impfstrategie der EU-Länder und ihrer Regierungen ist längst in die Kritik geraten: Zu wenig Impfstoff, zu späte Bestellung und Zulassung, zu schlechte Vorbereitung, zu knausrig beim Einkauf, lauten die Vorwürfe. Im Laufe des Jahres wird aber eine deutliche Entspannung der Situation erwartet.

Wo welcher Impfstoff im Kühlschrank liegen bleibt

Noch nicht verimpfte Impfdosen pro Bundesland und Hersteller, Quellen: RKI (Impfungen), BGM (Lieferungen)
Insgesamt
Biontech
Moderna
AstraZeneca
Baden-Württemberg ( geliefert)
Bayern ( geliefert)
Berlin ( geliefert)
Brandenburg ( geliefert)
Bremen ( geliefert)
Hamburg ( geliefert)
Hessen ( geliefert)
Mecklenburg-Vorpommern ( geliefert)
Niedersachsen ( geliefert)
Nordrhein-Westfalen ( geliefert)
Rheinland-Pfalz ( geliefert)
Saarland ( geliefert)
Sachsen ( geliefert)
Sachsen-Anhalt ( geliefert)
Schleswig-Holstein ( geliefert)
Thüringen ( geliefert)

Die Bundesländer haben bis einschließlich d. MMMM insgesamt rund 0,0 Mio. Impfdosen geliefert bekommen und bis dahin 0,0 Mio. Mal geimpft (Infinity Prozent). Damit waren zu diesem Zeitpunkt noch 0,0 Mio. Dosen übrig - genug für einen vollen Impfschutz von 0,0 Mio. Menschen (0,0 Prozent der Bevölkerung).

Welche Impfstoffe weltweit bereits verabreicht werden

Die Karte zeigt die auf der Welt zugelassenen Corona-Vakzine, die bereits geimpft werden – und wo sie im Einsatz sind, Quelle: Our world in data
  • Pfizer/BioNTechDeutschland, USA
  • Oxford/AstraZenecaGroßbritannien, Schweden
  • ModernaUSA
  • SinopharmChina
  • SinovacChina
  • Sputnik VRussland
  • CovaxinIndien

Mit der fortschreitenden Pandemie beschleunigte sich auch das weltweite Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Russland hat als erstes Land der Welt bereits im August „Sputnik V“ zur breiten Anwendung zugelassen – begleitet von Kritik am abgekürzten Zulassungsverfahren. Ende 2020 bekam schließlich Comirnaty von Biontech/Pfizer die erste Zulassung nach westlichen Standards. Auch China und Indien haben längst eigene Vakzine am Start. Und weitere werden folgen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO listete Ende Januar 236 Impfstoffprojekte weltweit auf.

Der Impffortschritt im Ländervergleich

Anzahl verabreichte Impfdosen pro 100 Einwohner*innen im internationalen Vergleich, Quelle: Our world in data.

Die Welt hat mit dem Impfen begonnen und nirgendwo wird schneller geimpft als in Israel. Dort läuft seit dem 19. Dezember eine intensive Impfkampagne. Einen guten Monat später hatte bereits ein Drittel der rund 9 Millionen Einwohner*innen den ersten Impfschutz. Und schon Ende März sollen alle geimpft sein, die älter als 16 Jahre sind. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate sind bei der Impfquote ganz vorn dabei. In absoluten Zahlen gerechnet führten Ende Januar allerdings die USA, China und Großbritannien. Dagegen bleibt Afrika vorerst noch ein weißer Fleck.

Die Warteschlange zur Impfung

Wer vor wem Anspruch auf eine Impfung hat: Die Prioritäten-Liste laut bundesweiter Impf-Verordnung (2. Fassung Stand 24.2.2021), Quelle: Bundesanzeiger und Änderung
4321

Höchste Priorität (min. 8,6 Mio Menschen)

80-Jährige und älter5,4 Mio
Pflegeheim-Personal> 1,2 Mio
Pflegeheim-bewohner*innen1,0 Mio
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit sehr hohem Infektionsrisiko> 1,0 Mio

Hohe Priorität (min. 13,8 Mio Menschen)

70-Jährige und älter7,7 Mio
Menschen mit Trisomie21, Demenz oder geistiger Behinderung> 1,6 Mio
Enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren> 1,5 Mio
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und öffentlichem Gesundheitsdienst1,0 Mio
Lehrer*innen0,8 Mio
Erzieher*innen> 0,6 Mio
Bewohner*innen und Personal von Gemeinschaftsunterkünften> 0,5 Mio
Menschen mit schwerer psychiatrischer Erkrankungunbek.
Menschen nach einer Organtransplantationunbek.
Menschen mit schweren Vorerkrankungenunbek.
Berufliche Kontaktpersonen von Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderungunbek.
Polizist*innen und Ordnungskräfteunbek.

Erhöhte Priorität (min. 14,9 Mio Menschen)

60-Jährige und älter10,3 Mio
Beschäftigte im Lebensmittel-Einzelhandel3,1 Mio
Berufsgruppen der kritischen Infrastruktur0,8 Mio
Personen mit "prekären Arbeits- und/oder Lebensbedingungen"> 0,4 Mio
Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen0,3 Mio
Personen mit bestimmten Vorerkrankungenunbek.
Beschäftigte staatlicher Einrichtungenunbek.
Kontaktpersonen von zu Hause lebenden Pflegebedürftigenunbek.

Keine erhöhte Prioriät (max. 46,6 Mio Menschen)

Alle anderen< 46,6 Mio

Solange die Impfstoffe knapp sind, heißt es in Deutschland: sich in die Warteschlange einreihen. Kerngesunde Menschen unter 60, die nicht in systemrelevanten Berufen arbeiten, müssen sich noch gedulden. Geimpft wird nach strenger Priorität in drei Gruppen. Neben den Alten sind das Pflegekäfte und medizinisches Personal, welches einem besonders hohem Infektionsrisiko ausgesetzt ist, wie auf Intensivstationen oder in den Impfzentren.

Lehrer*innen und Erzieher*innen sind in Gruppe waren zunächst in Gruppe drei, wurden aber mit der Änderung der zweiten Verordnung Ende Februar vorgezogen. Mit der zweiten Fassung der Impf-Verordnung waren bereits zuvor einige Risikogruppen in der Impfschlange vorgerückt. Das betrifft insbesondere Krebspatient*innen und Menschen mit anderen schweren Vorerkrankungen. Zudem können Schwangere und Pflegebedürftige seitdem zwei enge Kontaktpersonen bennen, die bevorzugt geimpft werden sollen.

Die Impfschlange zeigt nur die Reihenfolge, aber kein Terminband. Ob wirklich alle Erwachsenen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot bekommen, bleibt offen. Und für Kinder müssen die Impfstoffe erst noch getestet werden.

Wo in Deutschland geimpft wird

Die Impfzentren in allen Bundesländern und wo die Plattform der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (impfterminservice.de) Impftermine meldet.

Die Impftermine werden in den Bundesländern unterschiedlich vergeben. Über die zentrale Plattform der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sind nur Termine in Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt buchbar. In Berlin, Bremen oder Mecklenburg-Vorpommern erhalten Impfberechtigte zunächst eine persönliche Einladung per Brief, andere haben eigene Online-Buchungsplattformen.

Wie man in den Ländern zu einem Termin kommt

Zusammenstellung der verschiedenen Verfahren der einzelnen Bundesländer zur Terminvergabe. Stand 10.2.2021.

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